Wir freuen uns, die Autorisierung erlangt zu haben, denn gerade Mittlere und Kleinere Unternehmen bekommen durch INQA Unterstützung, um wichtige Transformationsschritte erfolgreich zu schaffen.
Besonders positiv an dem Förderprogramm: INQA stellt immer klar den Mensch in den Mittelpunkt, sorgt dafür, dass alle Beschäftigten des Unternehmens die Veränderungen tragen.
INQA sieht auch vor, dass bereits im Vorfeld autorisierte Coaches bei der Eignung für die Förderung oder bei der Auswahl der möglichen Themenfelder helfen und unterstützen.
Für alle Fragen rund um das Programm stehen wir also zur Verfügung.
In diesem Artikel zeigen wir auf:
- Welche 6 Felder das Coaching umfassen kann,
- Wie das INQA-Coaching genau abläuft,
- Wie agile Arbeitsweise im INQA-Coaching gemeint ist,
- Welche finanziellen Mittel die staatliche Förderung umfasst,
- Welche Kriterien Ihr Unternehmen für die Förderung erfüllen muss.
Mögliche Inhalte des Coachings: 6 Felder
Im Mittelpunkt des INQA-Coachings steht natürlich der Wandel durch mehr Digitalisierung. Aber auch dort treten Herausforderungen selten in nur einem der 6 genannten Felder auf. Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine neue Software einführt (Gestaltungsfeld 2), entstehen unweigerlich Qualifizierungsbedarfe bei den Mitarbeitenden (Gestaltungsfeld 3) sowie Anpassungsanforderungen an die Führungskultur hinsichtlich mobiler Arbeit (Gestaltungsfeld 5).
Das INQA-Coaching ermöglicht es Ihnen genau deshalb, diese Wechselwirkungen bei Ihrem Unternehmen zu durchleuchten und Ihren eigenen ganzheitlichen Lösungsweg zu finden.

Ziel: Reorganisation von Geschäftsfeldern und Anpassung des Leistungsangebots an veränderte Marktbedingungen.
Anwendung im Betrieb: Aufbau digitaler Vertriebskanäle, Einführung plattformbasierter Dienstleistungen, Entwicklung datengetriebener Produktfunktionen.

Ziel: Steigerung der Prozesseffizienz und Optimierung von Schnittstellen durch den Einsatz digitaler Werkzeuge.
Anwendung im Betrieb: Einführung papierloser Arbeitsabläufe, Verknüpfung von ERP- und CRM-Systemen, Etablierung moderner Wissensmanagement-Systeme.

Ziel: Zielgerichtete Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Fachkräften im Zuge des strukturellen Wandels.
Anwendung im Betrieb: Erarbeitung digitaler Recruiting-Strategien, Implementierung von E-Learning-Plattformen, Erstellung von Schulungskonzepten für neue Technologien.

Ziel: Stärkung des betrieblichen Miteinanders, der Transparenz und der Veränderungsbereitschaft.
Anwendung im Betrieb: Erarbeitung gemeinsamer Werte für hybride Arbeitsmodelle, Einführung digitaler Stimmungs- und Feedbacktools, Förderung der Vertrauenskultur.

Ziel: Modernisierung von Führungsstrukturen und Etablierung zeitgemäßer Laufbahnmodelle.
Anwendung im Betrieb: Umstellung von hierarchischer auf agile Führung, Qualifizierung von Nachwuchskräften, Einführung von Führen in Teilzeit.

Ziel: Schaffung flexibler, gesundheitsfördernder und leistungsgerechter Arbeitsbedingungen.
Anwendung im Betrieb: Konzeption von Homeoffice- und Gleitzeitvereinbarungen, Erprobung neuer Arbeitszeitmodelle, Stärkung der organisationalen Resilienz.
INQA-Förderung und -Coaching: In 3 Phasen

Phase 1: Erstberatung und Prüfung
Der Prozess beginnt mit einer kostenfreien Erstberatung bei einer der bundesweit etablierten, regionalen INQA-Beratungsstellen (IBS). Auch hierbei soll der INQA-Coach schon im Vorfeld des Gesprächs zur Seite stehen.
In der Erstberatung wird dann geprüft, ob Ihr Unternehmen die Fördervoraussetzungen erfüllt.
Tipp: Prüfen Sie das vorab mit der Checkliste (s. unten)
Außerdem sollen dort auch Ihr Veränderungsbedarf abgegrenzt und ein klares Coaching-Ziel formuliert werden. Bei erfolgreicher Prüfung stellt die IBS den sogenannten INQA-Coaching-Scheck aus, der eine Gültigkeit von bis zu sieben Monaten besitzt.

Phase 2: Durchführung des Coachings im Betrieb
Falls Sie vorher noch keine Coaches kontaktiert haben, wählen Sie spätestens nach der Scheckvergabe die autorisierten Coaches für Ihr Programm aus. Innerhalb der gültigen sieben Monate stehen Ihrem Unternehmen bis zu 12 Beratungstage zu. Der Beratungsprozess ist konsequent agil aufgebaut und erfordert eine aktive Beteiligung der gesamten Organisation. Was agil dabei bedeutet: Dazu mehr weiter unten.

Phase 3: Auswertung und Abschlussgespräch
Etwa drei bis sechs Monate nach Beendigung der Coaching-Phase führt die INQA-Beratungsstelle ein qualifiziertes Abschlussgespräch mit Ihrem Unternehmen durch. In diesem Rahmen wird analysiert, welche Fortschritte erzielt wurden und wie Sie die angestoßenen Veränderungsprozesse in ihrem Unternehmen langfristig sichern können. Bei Bedarf werden Ihrem Unternehmen auch weitere Förder- und Unterstützungsangebote empfohlen.
Nach erfolgreichem Abschluss erhält Ihr Unternehmen außerdem eine offizielle Urkunde und den INQA-Badge als Verwendung für Ihre Kommunikation. Beide zeichnen Ihr Unternehmen als zukunftsfähigen Betrieb aus.


So geht die agile Beratung bei INQA
Ergebnisoffenheit und schrittweises Vorgehen
Nicht alles kann vorab geplant werden. Das INQA-Coaching folgt einem agilen Setting und keinem vorgedachten Masterplan.
Lösungs- und Praxisorientierung
In definierten Arbeitsphasen von ca. 4 Wochen werden reale Veränderungen im Betriebsalltag implementiert, erprobt und evaluiert.
Konsequente Beteiligung
Die Beschäftigten werden an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt, um so Akzeptanz zu schaffen und vorhandenes Wissen und Kompetenzen zu aktivieren und zu nutzen.
Nachhaltigkeit
Es entstehen nachhaltige, von allen getragene Lösungen und eine neue Lern- und Fehlerkultur im Betrieb.
Diese finanziellen Mittel umfasst die INQA-Förderung
Die finanzielle Gestaltung des INQA-Coachings ist so konzipiert, dass die Schwellenleistung für kleine und mittlere Unternehmen möglichst gering ist.
Ihr Unternehmen finanziert die Honorarzahlungen zunächst vor. Nach Beendigung des Prozesses reicht der autorisierte INQA-Coach gemeinsam mit Ihrem Betrieb die erforderlichen Dokumentationsunterlagen über das digitale Förderportal ein.
Der staatliche Zuschuss von 80 Prozent wird im Anschluss direkt auf das Geschäftskonto Ihres Unternehmens überwiesen.
Förderkriterien: Ist Ihr Unternehmen geeignet?

Mit der folgenden Checkliste können Sie die grundlegende Förderfähigkeit ihres Unternehmens vorab bewerten. Die INQA-Eignung erfordert auch bestimmte Nachweise – in einem unverbindlichen Gespräch können wir Ihnen dazu auch noch mehr Infos geben.
KMU-Schwellenwert
Ihr Unternehmen beschäftigt weniger als 250 Mitarbeitende (berechnet in Vollzeitäquivalenten / Jahresarbeitseinheiten).
Mindestbeschäftigung
Mindestens 1 sozialversicherungspflichtige Vollzeitkraft (in VZÄ) war im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr und ist zu Beginn des Coachings angestellt.
Jahresumsatz
Der Jahresumsatz liegt bei maximal 50 Millionen Euro oder die Jahresbilanzsumme beträgt höchstens 43 Millionen Euro.
Bestand am Markt
Das Unternehmen existiert seit mindestens 2 Jahren am Markt.
Standort
Sowohl der rechtliche Sitz als auch die geförderte Arbeitsstätte befinden sich in Deutschland.
Rechtsform & Selbstständigkeit
Das Unternehmen ist rechtlich selbstständig, gehört den freien Berufen an oder ist als gemeinnützig anerkannt.
Erstmaligkeit der Förderung
Für das Unternehmen wurde im aktuellen Förderzeitraum (2023–2027) noch kein INQA-Coaching in Anspruch genommen.
Ausschlusskriterien
Ausgeschlossen von der Förderung sind insbesondere Einzelunternehmen ohne Angestellte, reine Geschäftsführungs-GmbHs ohne weitere Belegschaft sowie Betriebe, die ausschließlich auf Basis von Geringfügigkeit (Minijobs) personalisiert sind.

Sie haben weitere Fragen? Melden Sie sich.
Sie haben Fragen zur Eignung oder zum Ablauf eines INQA-Coachings? Wir geben gerne Auskunft – nehmen Sie zu uns als autorisierte Coaches einfach Kontakt auf.
Mehr dazu im Web
Offizielle Website des Bundesministeriums:
https://www.inqa.de/DE/startseite/startseite.html
Über die Autor:innen

Jascha Sawitzki
Senior Consultant
Jascha Sawitzki unterstützt als Coach und Consultant Unternehmen bei der Entwicklung zukunftsfähiger Organisationsstrukturen.
Ihr Fokus liegt auf wirksamen Prozessen sowie der nachhaltigen Verankerung von Rollen, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für klare Orientierung und produktive Zusammenarbeit.
Als Mediatorin weiß sie: Klarheit beugt Konflikten vor.

Sina Brüggemann
Senior Consultant
Sina Brüggemann ist Coach und Consultant für Transformation mit eigener Erfahrung in Führung und in der Gestaltung von Veränderungsprozessen. Für die Silpion begleitet sie Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Klarheit, Wirksamkeit und Eigenverantwortung.
Ihr Fokus sind dabei moderne und zielorientierte Führungsansätze, vor allem in der agilen Arbeitswelt.

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